G3-Gottesdienst am 17.01.2010

Dieser G3-Gottesdienst, der von einer Konfirmandengruppe mit vorbereitet wurde, stand unter der Überschrift „Was würde Jesus zum Klimagipfel sagen?“. Er beschäftigte sich mit dem Klimawandel, seinen Folgen und den Reaktionen von Christen auf diese Situation. Dabei wurde den Gottesdienstbesuchern in eindrucksvollen Bildern und verschiedenen Aussagen der Jugendlichen die bedrohliche Situation deutlich gemacht.

Pfr. Wandtke betonte in seiner Predigt, dass es in dem Gottesdienst aber nicht darum gehen soll, wieder einmal den Zeigefinger zu erheben und die Besucher zu ermahnen weniger Auto zu fahren oder Energiesparlampen zu benützen. Vielmehr wolle man diesen Gottesdienst zum Anlass nehmen, die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft im Gebet zu unterstützen und ihnen Mut zu machen, auch schwierige Entscheidungen zu treffen. Während der Ansprache konnten die Menschen in der Kirche die möglichen Folgen eines Klimawandels bereits selbst spüren, weil während der Predigt das Licht in der Kirche verlöschte und die Heizung ausgeschaltet wurde.

Die Konfirmanden ermöglichten dann den Gottesdienstbesuchern, eine Hoffnungskerze für unsere Welt zu entzünden und auf große Plakatwände Ermutigungen und Wünsche für unsere Bundeskanzlerin aufzuschreiben. Diese Aussagen, in denen die Besucher ihre Unterstützung auch zu schwierigen Entscheidungen, erklärten,  wurden zusammengefasst und Angela Merkel in der vergangen Woche per eMail übermittelt.

Der Text der Mail an Frau Merkel:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,

die ev.-luth. Kirchengemeinde der Lutherkirche Hof (Bayern) hat zusammen mit ihren diesjährigen Konfirmanden einen Gottesdienst unter dem Thema "Was würde Jesus zum Klimagipfel sagen?" gestaltet.

Während dieses Gottesdienstes, der sich u.a. mit den Folgen des Klimawandels und was wir als Christen dagegen tun können, beschäftigte, wurden die Gottesdienstbesucher von den Jugendlichen aufgefordert, Wünsche, Anregungen und vor allem Ermutigungen an die Verantowrtlichen in Politik und Wirtschaft aufzuschreiben, die wir hiermit an Sie weitergeben. Von den Besuchern wurde folgendes geäußert:

- Liebe Frau Bundeskanzlerin, bitte lassen Sie nicht nach in Ihrem Bemühen um das Klima, auch wenn andere nur ihre eigenen Interessen sehen. Unsere Gebete sind bei Ihnen.

- Wir haben nur diese eine Erde - dafür lohnt es sich zu kämpfen.

- Liebe Frau Bundeskanzlerin, kämpfen Sie weiterhin für ein gesundes Klima.

- Liebe Frau Bundeskanzlerin, ich möchte auch weiterhin alle Jahreszeiten so erleben wie bisher.

- Ich bitte für alle Politiker und die das Sagen haben, um die göttliche Weisheit und Mut und Kraft es in die Tat umzusetzen. Komm, Heiliger Geist, und fülle die Herzen aller Verantwortlichen. Schenke ihnen die Liebe zur Natur und der Erde !

- Ich bevorzuge, dass mehr Solar bzw. umweltfreundliche Ressourcen entwickelt werden um die Welt vor der Erwärmung zu schützen.

- Ich unterstütze konkrete Vereinbarungen und bin auch bereit, den Preis mit zu bezahlen.

-  Ich wünsche der Politik eine starke Argumentation, um anderen Nationen deutlich zu machen, dass es notwendig ist, an einem Strang zu ziehen.

- Ich unterstütze Sie einmal eine unkonventionelle Entscheidung zu trefffen, die nicht nur die nächste Wahlzeit betrifft, sondern auch das Leben unserer Kinder und Enkel sicherstellt und möglich macht.

. Finger weg vom Palmöl. Palmölplantagen vernichten unsere Urwälder !

Diese Aussgen der Gottesdienstbesucher möchten Sie ermutigen, bei Ihren schwierigen Verhandlungen zum Klima. Seien Sie gewiss, dass unsere Gebete Sie dabei begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

für das Gottesdienstteam
Dieter Knöchel



Artikel im Hofer Anzeiger

Am 01.02. erschien im Hofer Anzeiger ein Artikel zu díesem G3-Gottesdienst. Den Text können Sie hier nachlesen.


Links zum Thema Klimawandel



 
 
Letzte Aktualisierung am 22.01.2011