Dieser G3-Gottesdienst, der von einer Konfirmandengruppe mit
vorbereitet wurde, stand unter der Überschrift „Was würde Jesus zum
Klimagipfel sagen?“. Er beschäftigte sich mit dem Klimawandel,
seinen Folgen und den Reaktionen von Christen auf diese Situation. Dabei wurde
den Gottesdienstbesuchern in eindrucksvollen Bildern und verschiedenen Aussagen
der Jugendlichen die bedrohliche Situation deutlich gemacht.
Pfr. Wandtke betonte in seiner Predigt, dass es in dem Gottesdienst aber
nicht darum gehen soll, wieder einmal den Zeigefinger zu erheben und die
Besucher zu ermahnen weniger Auto zu fahren oder Energiesparlampen zu benützen.
Vielmehr wolle man diesen Gottesdienst zum Anlass nehmen, die Verantwortlichen
in Politik und Wirtschaft im Gebet zu unterstützen und ihnen Mut zu machen, auch
schwierige Entscheidungen zu treffen. Während der Ansprache konnten die Menschen
in der Kirche die möglichen Folgen eines Klimawandels bereits selbst spüren,
weil während der Predigt das Licht in der Kirche verlöschte und die Heizung
ausgeschaltet wurde.
Die Konfirmanden ermöglichten dann den Gottesdienstbesuchern, eine
Hoffnungskerze für unsere Welt zu entzünden und auf große Plakatwände
Ermutigungen und Wünsche für unsere Bundeskanzlerin aufzuschreiben. Diese
Aussagen, in denen die Besucher ihre Unterstützung auch zu schwierigen
Entscheidungen, erklärten, wurden zusammengefasst und Angela Merkel in der
vergangen Woche per eMail übermittelt.
Der Text der Mail an Frau Merkel:
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
die ev.-luth. Kirchengemeinde der Lutherkirche Hof (Bayern) hat zusammen
mit ihren diesjährigen Konfirmanden einen Gottesdienst unter dem Thema "Was
würde Jesus zum Klimagipfel sagen?" gestaltet.
Während dieses Gottesdienstes, der sich u.a. mit den Folgen des
Klimawandels und was wir als Christen dagegen tun können, beschäftigte, wurden
die Gottesdienstbesucher von den Jugendlichen aufgefordert, Wünsche, Anregungen
und vor allem Ermutigungen an die Verantowrtlichen in Politik und Wirtschaft
aufzuschreiben, die wir hiermit an Sie weitergeben. Von den Besuchern wurde
folgendes geäußert:
- Liebe Frau Bundeskanzlerin, bitte lassen Sie nicht nach in Ihrem
Bemühen um das Klima, auch wenn andere nur ihre eigenen Interessen sehen. Unsere
Gebete sind bei Ihnen.
- Wir haben nur diese eine Erde - dafür lohnt es sich zu
kämpfen.
- Liebe Frau Bundeskanzlerin, kämpfen Sie weiterhin für ein gesundes
Klima.
- Liebe Frau Bundeskanzlerin, ich möchte auch weiterhin alle Jahreszeiten
so erleben wie bisher.
- Ich bitte für alle Politiker und die das Sagen haben, um die göttliche
Weisheit und Mut und Kraft es in die Tat umzusetzen. Komm, Heiliger Geist, und
fülle die Herzen aller Verantwortlichen. Schenke ihnen die Liebe zur Natur und
der Erde !
- Ich bevorzuge, dass mehr Solar bzw. umweltfreundliche Ressourcen
entwickelt werden um die Welt vor der Erwärmung zu schützen.
- Ich unterstütze konkrete Vereinbarungen und bin auch bereit, den Preis
mit zu bezahlen.
- Ich wünsche der Politik eine starke Argumentation, um anderen
Nationen deutlich zu machen, dass es notwendig ist, an einem Strang zu
ziehen.
- Ich unterstütze Sie einmal eine unkonventionelle Entscheidung zu
trefffen, die nicht nur die nächste Wahlzeit betrifft, sondern auch das Leben
unserer Kinder und Enkel sicherstellt und möglich macht.
. Finger weg vom Palmöl. Palmölplantagen vernichten unsere Urwälder
!
Diese Aussgen der Gottesdienstbesucher möchten Sie ermutigen, bei Ihren
schwierigen Verhandlungen zum Klima. Seien Sie gewiss, dass unsere Gebete Sie
dabei begleiten.
Mit freundlichen Grüßen
für das Gottesdienstteam
Dieter Knöchel
Am 01.02. erschien im Hofer Anzeiger ein Artikel zu díesem
G3-Gottesdienst. Den Text können Sie
hier nachlesen.